Altschottische Freimaurer-Loge Essen:

"Zur starken Wehr im Westen"

Herkunft und Symbolik des Doppeladlers

Der zweiköpfige Adler ist wohl eines der rätselhaftesten Symbole in der Freimaurerei. Er ist das Emblem des Alten und Angenommenen Schottischen Ritus. Er zierte den Tempel der Kadosch-Ritter, ist auf Arbeitsteppichen abgebildet und wird als Zeichen der höchsten Grade im Bijou getragen. Das älteste noch erhaltene freimaurerische Patent das den Doppeladler trägt ist vom 25ten Juni 1801. Es ist das Patent des 33sten Grades von Frederick Dalcho. Dieses Patent zeigt einen schwarzen doppelköpfigen Adler mit ausgebreiteten Schwingen. In seinen Fängen hält er die Klinge eines Offiziers- oder Kavalleriesäbels. Über dem Adler befindet sich ein goldenes Dreieck mit Strahlenkranz und dem Tetragramm (= YHWH in hebr. Zeichen). Im Emblem des Obersten Rates von Deutschland ist der Doppeladler weiß, einfach gekrönt und hält die Klinge eines Schwertes in den Fängen. Das Dreieck mit dem Strahlenkranz trägt statt dem Tetragramm die Zahl 33. Durch die Krone erinnert er an den doppelten Reichsadler der Kaiserzeit. Sicherlich ist diese stilistische Ergänzung eine Berufung auf die Herkunft des AASR. Auch wenn das erste Supreme Council erst 1801 in Charleston gegründet wurde, so ist es nicht aus dem Nichts entstanden. Auch hier gab es eine Vorgeschichte, einen Vorläufer, etwas, was bereits bestanden hat.


Dieses Ältere war das französische Hochgradsystem der Kaiser von Osten und Westen (Empereurs d´Orient et d´Occident) das 1758 entstanden ist. Die französische Freimaurerei jener Zeit war gespalten. Der Hofadel verstand den freimaurerischen Gleichheitsbegriff eher elitär und gründete eigene Logen, deren Mitglieder entweder adelig waren, oder die Vorrechte des Adels erhielten. In den Ritualen des Rates der Kaiser von Osten und Westen (Francken Manuscript, 1783) wird auf Friedrich von Preußen Bezug genommen. Nach amerikanischer Lehre soll Friedrich der Große der erste Souveräne Groß-Kommandeur gewesen sein. Im Jahr 1768 soll er die Insignien verliehen und die bisher 25 Grade auf 33 Grade angehoben haben. Deshalb werden die 25 alten und 8 angenommenen Grade zu insgesamt 33 Graden bearbeitet und als Alter und Angenommener Schottischer Ritus bezeichnet. Was davon Legende und was davon Historie ist, ist wie bei vielen Dingen in der Freimaurerei nur schwer zu sagen. Es hat sich hieraus auf jeden Fall eine freimaurerische Tradition entwickelt.


Einige Freimaurer sehen den doppelköpfigen Adler des Alten und Angenommenen Schottischen Ritus als einen Abkömmling des sumerischen Doppeladlers von Lagasch. Gesichert ist, dass der Doppeladler im Orient schon seit der Antike bekannt war.


Die ältesten Nachweise


Die altorientalischen Darstellungen des doppelköpfigen, - wie auch einköpfigen - Adlers sind oft mit dem Bild des Löwen verbunden. Adler und Löwe stehen hier im direkten Bezug zueinander. Aus der Neusumerischen Zeit (2164 v.Chr. - 2004 v.Chr.) sind sogar Darstellungen eines löwenköpfigen Doppeladlers bekannt. Zuvor gab es bereits den einfachen Adler mit Löwenkopf. Prof. Erich Ebeling (Universität Berlin) geht davon aus, dass der orientalische Doppeladler zeitgleich mit dem einfachen Adler in Mesopotamien entstanden ist.


Aus der Zeit um 1750 v.Chr. sind Doppeladler-Abbildungen auf Grabbeigaben im Sudan belegt. Ein Hethitisches Rollsiegel aus dem Jahr 1350 v.Chr zeigt ebenfalls einen Doppeladler. Für die Hethiter scheint der Doppeladler eine sakrale Bedeutung zu haben. In der heutigen Türkei, im Umland des heutigen Bogazkale, ist noch ein hethitisches Felsheiligtum erhalten, das Yazilikaya genannt wird. Übersetzt bedeutet Yazilikaya soviel wie beschriebener Berg. Das Heiligtum enthält alle Merkmale eines hethitischen Tempels und stammt aus der Zeit um 1250 – 1220 v.Chr. Als Baumeister dieses Heiligtums gilt Tuthaliya IV., den ein eigener Totenkult umgibt. Auf den Wandreliefs ist eine Variation des hethitischen Pantheons zu sehen, die von dem Bündnisformular der Schwurgötter abweicht. Auf den Reliefs Nr. 45f ist zusammen mit der Göttin Teschup und einer Enkelin des Gottes Ninanzu ein Doppeladler abgebildet. Diese Figur wird zuweilen als Attribut des Berggottes interpretiert. Zweiköpfige Gottheiten kamen bei den Hethitern in Verbindung mit der Zwillingsvorstellung vor, die oft in einem kosmischen Zusammenhang steht. So konnten z.B. Sonne und Mond ebenfalls als Zwillinge aufgefasst werden. Aus dem Kreis der adlergestaltigen Götter sind neben dem zweiköpfigen Adler noch der Adler mit doppeltem Löwenkopf, sowie ein menschengestaltiger Gott mit zwei Adlerköpfen zu nennen. Die Zweiköpfigkeit ist also bei den Hethitern in einem umfassenden Kontext zu sehen.


Der löwenköpfige Adler war im alten Mesopotamien (etwa 3000 v.Chr.) der Wettergott Anzu (bzw. Imdugud), der mit seinen den Himmel verdunkelnden Schwingen den Regen ankündigte. Später ist dieser auch in Ur und Lagasch unter dem Namen Ningirsu zu finden und wurde in der babylonischen Kultur weiter tradiert. Auf einem Opferkelch aus Lagasch, aus der Zeit um 2150 v.Chr., ist ein mischgestaltiger Gott, halb Adler, halb Schlange, zu sehen. Der Adler selbst war bei den Hethitern ein Mittlergott, ein Botschafter zwischen den Menschen und Göttern. So kam ihm auch rituell eine hohe Bedeutung zu. Der Schrei des Adlers hieß haluka, was soviel wie Botschaft der Götter bedeutet. Bei den Orakelpriestern (Usandu) des Vogelorakels nahm der Adler eine magisch-rituelle Funktion ein. Durch die mantische Beobachtung der Vögel - die durch den Adler aufgescheucht wurden - lasen sie aus der Art des Fluges, der Haltung der Vögel, der Ausrichtung des Schnabels, u.v.m. Botschaften der Götter ab. Der Adler und die mit ihm verbundenen Götterbilder waren in Lagasch von großer Bedeutung. Man kann hier durchaus von einem umfassenden Adlerkult sprechen, in dem auch der Doppeladler seinen Platz fand.


Der Doppeladler in der Heraldik


In der Heraldik gehört der Doppeladler zu den Ungeheuern bzw. Fabelwesen. Allerdings nimmt er hier eine Sonderstellung ein. Denn er ist kein Fabelwesen im eigentlichen Sinn. Er ist mit keiner Legende, mit keinem Mythos, mit keiner Sage verbunden. Im heraldischen Sinn ist der Doppeladler eine einfache Variation es gewöhnlichen Adlers. Dennoch unterscheidet er sich von allen anderen Wappentieren. Nicht zuletzt scheinen in dem Emblem des Doppeladlers alte Traditionen weiter zu wirken, die auf das höchste Herrscheramt, auch den Kaiser, hinweisen. Friedrich Heer sprach vom römischen Kaiser Sigismund (ab 1433 n.Chr. Kaiser), der im 15ten Jahrhundert den Doppeladler in sein Wappen aufnahm und dieser seither mit dem Kaisertum verbunden war. Es besteht heraldischer Konsens darin, dass in jener Zeit der Doppeladler den Kaiser repräsentierte. Der einfache Adler stand hingegen für den König. Die Zweiköpfigkeit gründet sich heraldisch auf der doppelten, bzw. erhöhten Dimension der Kaiserwürde. Historisch betrachtet war es Gaius Julius Caesar der den Grundstein für das spätere Kaisertum legte. Er begründete eine römische Variante des ägyptischen Pharaonentums, die von seinen Nachfolgern übernommen wurde. Die Bezeichnung Caesar wurde danach Teil des Herrschaftstitels. In Folge der Christianisierung wurde diese Variante dann vom Papsttum abgelöst. Die Macht- und Alleinigkeitsansprüche der Kirche brachten jedoch einige Probleme mit sich. Das weiterhin bestehende Königtum war seit der Antike sakral begründet. Dies konnte nicht ohne weiteres aufgelöst werden. Deshalb wurde diese Tradition durch das liturgische Königsweihritual christlich legitimiert. Im 11ten Jahrhundert entwickelten jedoch die Könige ein zunehmendes kirchliches Autonomiebewusstsein, was letztlich zu einem heftigen Konflikt führte, dem Investiturstreit. Neben dem Papst sollte es noch eine eigenständige gottunmittelbare Würde geben. So kam es zu einer Erneuerung des römischen Caesarentums, aus dem das Kaisertum gebildet wurde. Die Kaiserwürde konnte allein vom Papst verliehen werden. Ihr kam eine besondere Bedeutung zu, die letztlich zu einer Überhöhung der Königtums führte. In diesem Kontext werden die beiden Köpfe des Doppeladlers auch als Dualität von weltlichem Reich und Kirche gesehen.


Das Liber Trinitatis


In der ersten Hälfte des 15ten Jahrhunderts (1410-1419) entstand das Liber Trinitatis oder Buch der Heiligen Dreyfaltigkeit. Dabei handelt es sich um die erste bekannte alchemistische Handschrift in deutscher Sprache. Es herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass dieses Buch von einem Franziskanermönch, einem Frater Ullmannus, verfasst wurde, obwohl die Person Ullmannus selbst im Dunkeln liegt. In einer Veröffentlichung der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen wird dieses Buch treffend als ein Text aus der mystisch-allegorischen Alchemie bezeichnet. Bei dem Exemplar der Bremer Universitätsbibliothek (SuUB) handelt es sich um eine Abschrift aus dem 17ten Jahrhundert. Obwohl dieses Buch nachweislich großen Einfluss auf die späteren alchemistischen Werke hatte, wurde es nie gedruckt, sondern immer nur handschriftlich übertragen. Für einige Historiker ist das ein Grund anzunehmen, dass dieses Werk keine besondere Bedeutung hätte. Ohne Zweifel ist das eine immense Fehleinschätzung die in der Folge einen ganzen Rattenschwanz mit sich gezogen hat. Der diskrete Umgang mit den Buch lässt viel mehr den Schluss zu, dass es sich hierbei ursprünglich um eine Art Geheimschrift gehandelt haben muss die nie für ein größeres Publikum bestimmt war. Bei weiteren Nachforschungen erhärtet sich dieser Verdacht relativ schnell. Auch wenn das Liber Trinitatis selbst nie gedruckt wurde, so erschienen doch Fragmente immer wieder in anderen alchemistischen Werken. Es war also eine Art internes Referenzstück. Wenn man nur die älteste Version aus dem 15ten Jahrhundert, und die Bremer Version aus dem 17ten Jahrhundert nimmt, ergibt sich daraus eine ungebrochene Übertragungslinie von 200 Jahren. Im Vergleich der verschiedenen Versionen wird auch klar, dass es sich um richtige Arbeitsbücher handelt, denen im Laufe der Zeit noch Ergänzungen hinzu geführt wurden. Auch inhaltlich wird deutlich, weshalb das Buch eine so große Bedeutung hat. Das Liber Trinitatis verbindet erstmalig die Alchemie mit der christlichen Lehre. Dabei fließen Gedanken ein, die man heute als hermetisch-theosophische Geheimlehre bezeichnen würde. So zieht sich auch das Prinzip der Dualität wie ein roter Faden durch das gesamte Werk. Die Texte und zahlreichen Bilder fordern den Leser dazu auf, sich intensiv mit der Lehre zu beschäftigen. Er soll das Buch nicht einfach nur lesen, er soll es durchdringen. Text und Bild erklären und ergänzen einander. Der Inhalt lässt sich nur allmählich, durch Vereinigung von Text und Bild, begreifen (eine Eigenschaft, die auch das freimaurerische Ritual im Bezug auf den Arbeitsteppich hat). Dadurch ist dieses Buch z.B. als Vorlesebuch völlig ungeeignet. Es bedarf eines speziellen Fachwissens um daraus tiefere Erkenntnisse gewinnen zu können. Sicherlich liegt man nicht falsch, wenn man es als eine Art Einweihungsbuch bezeichnet. Letzten Endes zielt es auf eine individuelle - wahrscheinlich kontemplative - Beschäftigung mit den Geheimnissen ab. Wodurch es einen geradezu gnostischen Charakter erhält.


Der Doppeladler in der frühen christlichen Alchemie


Darüber hinaus gibt das Liber Trinitatis zum ersten Mal eine greifbare philosophische Ausdeutung des Doppeladlers. Diese hatte zweifelsfrei einen starken Einfluss auf die spätere heraldische Darstellung, wodurch speziell der kaiserliche Reichsadler historisch untrennbar mit der christlich-hermetischen Alchemie verbunden ist. Das erste Bild zeigt einen großen schwarzen doppelköpfigen Adler mit Fächerschwanz und ausgebreiteten Schwingen. Die Doppeladlergestalt verschmilzt mit dem Corpus Jesu, dessen nimbierter und gekrönter Kopf sich zwischen den Adlerhäuptern erhebt. Der stigmatisierte Torso, die stigmatisierten Hände und Füße, bilden den Torso, die Flügelenden und Fänge des Adlers. Auf der Krone des Heilands sitzt ein dreiköpfiger Adler mit ausgebreiteten Schwingen. Links und rechts davon, über den ausgestreckten Christus-Händen, befindet ist jeweils ein auf einer Krone stehender einfacher Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Unterhalb des Christus-Adlers sind Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist abgebildet. Beide sind gekrönt und zu einer polaren Einheit verschmolzen. Auf der Krone Johannes des Täufers steht ein einfacher schwarzer Adler. Dem Text zufolge stellt der Doppeladler einen doppelten Johannis-Adler dar, der Johannis den Täufer und Johannis den Evangelisten miteinander vereint, was auf eine tiefere mystisch-alchemistische Bedeutung hinweist. Der große Christus-Adler vereint hingegen alle drei.


Das zweite Bild zeigt die Marienkrönung. Zur Rechten von Maria sitzt Jesus (Sohn), zur Linken Gott (Vater), und über ihr eine Taube (Heiliger Geist), die gemeinsam die Krönung vollziehen. Sie sitzen auf einem Podest, das von zwei Pfeilern getragen wird. Am linken Pfeiler steht ein gekachelter Wappenschild. Am rechten Pfeiler ein Wappenschild mit gekreuztem Schwert und Schlüssel. Zwischen den Pfeilern ist ein großer grüner Wappenschild abgebildet auf dem sich der Christus-Adler befindet hinter dem sich die gekrönte Maria erhebt und mit ihren Händen die Christus-Hände des Adlers greift. An den Pfeilern und im oberen Teil des Bildes sind die vier Evangelisten in Gestalt eines nimbierten Engels bzw. geflügelten Menschen, eines nimbierten Adlers, sowie eines nimbierten und geflügelten Löwen und Stiers abgebildet. Der Adler des Johannes ist noch durch ein kleines Wappen ergänzt, das einen Doppeladler zeigt. Als drittes Bild gibt es noch eine Einzeldarstellung des grünen Wappenschildes. Die Symbolik des Doppeladlers geht also unmittelbar auf eine alchemistische Betrachtung der zwei Johannes-Gestalten zurück, was ihn auch für die Freimaurerei erklärbar macht. Hierbei muss jedoch dringend zwischen der heraldischen Darstellung und dem Symbol unterschieden werden, auch wenn diese bald miteinander verschmelzen.  


Kaiser Sigismund


Diese Verschmelzung geschieht erst, nachdem der römische König Sigismund im Jahr 1433 n.Chr. zum Kaiser gekrönt wurde. Sigismund selbst kannte das Buch der heiligen Dreyfaltigkeit. Er hatte es bereits vor seiner Kaiserkrönung erhalten. Im Jahr 1418/19 n.Chr. verfasste der im Dienste Sigismunds stehende Domherr Winand von Steeg (1371 – 1453 n.Chr.) ein Traktat mit dem Titel Diamant der kämpfenden Adler, der seinem König gewidmet ist. Darin bezieht er den Doppeladler unmittelbar auf das Reich und das Papsttum und illustriert ihn mit Kreuz und Schwert, als Zeichen der geistlichen und weltlichen Macht. Winand von Steeg selbst war Humanist und unter anderem Theologieprofessor an der Universität zu Würzburg. Dort Lehrte auch Johannes Ambundi, Erzbischof von Riga und geschworener Rat Kaiser Sigismunds, sowie der Zisterzienser Bartholomäus Fröwein (1426 – 1430 n.Chr. Abt des Klosters Ebrach). Als dann Kaiser Sigismund den Doppeladler als kaiserliches Wappen übernahm, entschied er sich für eine Darstellung die eng mit den Bildern des Liber Trinitatis verbunden ist. Sein Reichsadler ist schwarz und doppelköpfig, mit ausgebreiteten Schwingen und einem schwungvollen Fächerschwanz. In den Flügeln trägt er entlang den Federn die Wappen des Reiches. Die Häupter des Adlers sind gekrönt und nimbiert. Vor dem Körper trägt er ein großes Kreuz mit dem stigmatisierten Corpus Christi. Hier überschneiden sich, bedingt durch die Situation von Reich, Kaisertum und Kirche, weltliche und geistliche Sphäre, alchemistische, sakrale und imperiale Vorstellungen wie nie zuvor. Die Alchemie hatte einen sehr großen Einfluss auf den Kaiser. Hierbei ging es nicht nur um die Goldmacherkunst, sondern auch um die mystische Dimension, die eine starke Realwirkung auf die Weltwahrnehmung hatte. Im Liber Trinitatis ist so von einem apokalyptischen Endzeitkaiser die Rede. Wenn sich Kaiser Sigismund mit diesem identifiziert haben sollte, würde es erklären, weshalb das Liber Trinitatis einen so großen Einfluss auf ihn ausübte. Es war jedoch nicht nur das Liber Trinitatis allein. Der Kaiser befand sich auch personell in einem alchemistischen Umfeld, welches auf ihn eine große Kraft ausübte. Sigismunds zweite Frau, Barbara von Cilli, trug den Beinamen Maria Prophetissa. Sie war die erste bekannte Alchemistin. Aus ihrem Kontakt mit dem böhmischen Alchemisten Johann von Laaz geht hervor, dass sie selbst alchemistische Experimente durchführte, mit denen sie auch einen gewissen Erfolg verzeichnete. Der Kaiser war also nicht nur den alchemistischen Gedanken ausgesetzt, sondern hatte auch Zugang zur alchemistischen Praxis.


Der voralchemistische Doppeladler


Es ist zwar richtig, dass der nimbierte Doppeladler erst seit Kaiser Sigismund zum allgemeinen Herrschaftszeichen des Kaisers wurde. Dennoch war er nicht der erste Kaiser der den Doppeladler führte. Unter Kaiser Ludwig von Bayern taucht der Doppeladler das erste Mal im Jahr 1334 n.Chr. als deutscher Reichsadler auf. Allerdings mit einer anderen und heraldisch einfachen Erklärung. Zu dieser Zeit war es noch üblich, dass unterschiedliche Wappen zu einem einzigen Wappen zusammengeführt wurden. Erst wesentlich später wurden die Wappen geteilt. So kam es auch, dass Kaiser Ludwig in dem Bild des Doppeladlers den römischen Adler mit dem deutschen Adler verschmelzen lies. Das war nur folgerichtig, da ihm beide Adler zustanden. Was diesen älteren Reichsadler wesentlich von dem des Sigismund unterscheidet ist, das der eine nimbiert ist und der andere nicht. Das macht deutlich, dass der nicht nimbierte Doppeladler des Kaiser Ludwig im Gegensatz zu dem des Sigismund keine sakrale Bedeutung hatte. Es handelte sich hierbei in erster Linie um ein rein weltliches Herrschaftszeichen.


Ludwig der IV., genannt der Bayer, war zunächst seit 1294 n.Chr. Herzog von Oberbeyern und Pfalzgraf bei Rhein. Im Jahr 1328 n.Chr. ließ er sich unmittelbat vom römischen Stadtvolk zum Kaiser wählen. Er stand dem Deutschherren-Orden besonders nahe. Im Jahr 1332 n.Chr. ließ er den Ritterorden, durch die Erlaubnis aus Eschenbach eine Stadt zu machen, zum uneingeschränkten Stadtherren innerhalb der Reichsgrenzen aufsteigen. Darüber hinaus erteilte Ludwig dem Orden ein Patent, welches diesen zur Eroberung von Litauen und Russland ermächtigte. Als Hauptheerzeichen führten die Deutschritter den schwarzen Adler in goldenem Feld. Gegründet wurde der Orden im Jahr 1190 n.Chr. in Akkon, nicht durch Adelige, sondern durch Kaufleute aus Bremen und Lübeck. Zuerst führte der Orden nur das schwarze Kreuz, doch nachdem sie in den baltischen und slawischen Osten vorgedrungen waren, erhielten sie von Kaiser Friedrich II. (1194 – 1250 n.Chr.) den schwarzen Adler. Bei diesem Adler handelte es sich um den staufischen Adler. Die Staufer waren ein Adelsgeschlecht aus dem bereits Kaiser Friedrich I. (1122 – 1190 n.Chr.), genannt Barbarossa, und Kaiser Heinrich VI. (1165 – 1197 n.Chr.) hervorgegangen sind. Das eigentliche Wappen der Staufer bestand aus drei übereinander stehenden schwarzen Löwen, die auch Stauferlöwen genannt werden. Gegenüber dem Löwen-Wappen repräsentierte der Adler die staufische Reichsidee. In diesem Zusammenhang wurde der schwarze Adler bereits auf goldenem Schild geführt, wie er dann bei den Deutschrittern zu finden ist. Interessanter Weise ist auf dem Krönungsornat Kaiser Friedrichs II. ein nimbierter Doppeladler abgebildet. Die große Bedeutung den der Adler für den Staufer hat legt nahe, dass die Doppelgestalt auch hier eher politisch begründet ist. Der staufische Adler tritt hier mit dem staufischen Herrschaftsverständnis als Nachfolger der römischen Kaiser und als Herrscher eines heiligen Reiches in Verbindung. Demnach könnten die Nimben auch auf die Dei Gratia (lat. = Gnade Gottes), das Gottesgnadentum, hindeuten.


Noch bevor der Doppeladler bei Ludwig dem Bayern im Gebrauch war, und bevor er irgendein kaiserliches Krönungsornat zierte, führten die Grafen von Saarwerden seit 1180 n.Chr. einen zweiköpfigen silbernen Adler in schwarzem Feld. Auch dieser ist mit ausgebreiteten Schwingen und einem geschwungenen Fächerschwanz dargestellt. Die Grafschaft Saarwerden gehörte zum Stammesherzogtum Lothringen, das den einfachen silbernen Adler führte. Dieser ist, genauso wie der saarwerdener Doppeladler, golden bewehrt. Der erste Graf von Saarwerden war Graf Friedrich I. Im Jahr 1130 n.Chr. gründete er zusammen mit seiner Frau Gertrud das Benediktinerkloster Wörschweiler, das ab 1771 n.Chr. auf die Zisterzienser über ging. Die Grafen von Saarwerden bilden eine Nebenlinie der Grafen von Metz-Lúneville. Die Farben des Wappens der Grafen von Saarwerden lassen sich aus dem Wappen von Metz erklären. Der Doppeladler lässt sich zumindest teilweise mit dem lothringischen Adler erklären. Ein Teil bleibt jedoch im Dunkeln und lässt sich mit den bekannten Mitteln nicht erklären. Der Doppeladler von Saarwerden bleibt damit rätselhaft und deutet darauf hin, dass es Zusammenhänge gibt die bisher noch nicht ergründet wurden. Da das heraldische Silber als Weiß dargestellt wird, hat der saarwerdener Doppeladler eine optische Ähnlichkeit mit dem Doppeladler des Deutschen Obersten Rates des AASR. Eine historische Verwandtschaft besteht jedoch nicht; und kann auch trotz der letztlichen Undeutbarkeit des  saarwerdener Doppeladlers ausgeschlossen werden.


Weitere Spuren


Im Jahr 739 n.Chr. gründeten Benediktiner, auf einer frühchristlichen Grabanlage, in Regensburg das Kloster St. Emmeram. Aus diesem Kloster gibt es aus der Zeit um 1175 n.Chr. eine Wandfliese die einen Doppeladler zeigt. Die Gestaltung weist interessanter Weise keltische Einflüsse auf. Es handelt sich hierbei um die älteste bekannte Doppeladlerdarstellung in Europa. Das Kloster erhielt im Jahr 1295 n.Chr. die Reichsunmittelbarkeit. Aus dem Jahr 1192 n.Chr. ist der Doppeladler auf einer Münze, dem Kremser Pfennig, belegt. Beide Abbildungen ähneln sich stilistisch auf eine verblüffende Art, so dass der Verdacht nahe liegt, dass hier ein Zusammenhang besteht. Die kremser Münzstätte geht auf Leopold III. (1073 - 1136 n.Chr.), genannt der Heilige, zurück. Leopold III. gehörte zum Geschlecht der Babensberger. Das heutige Stadtwappen von Krems, das einen Doppeladler mit Kaiserkrone zeigt, wurde der Stadt erst 1463 n.Chr. von Kaiser Friedrich III. verliehen. Der Doppeladler des Kremser Pfennig, wie auch der von St. Emmeram, stehen sowohl zeitlich, wie auch stilistisch in keinem Zusammenhang mit dem kaiserlichen Doppeladler. Doch das Kloster St. Emmeram ist nicht das einzige sakrale Gebäude das eine Doppeladlerabbildung aufweist. So ist der Doppeladler auch in der Divrigi-Moschee, an einem Minarett in Konya, wie auch auf Sri Lanka im Embekka-Tempel zu finden. Das Bild aus der Divrigi-Moschee stammt aus der Zeit von 1228 n.Chr. bis spätestens 1277 n.Chr. Architektonisch verbindet diese Moschee das seldschukische und christlich-armenische Bauhandwerk. Es ist anzunehmen, dass die armenischen Bauleute den Doppeladler dort einführten. Bei den Armeniern ist der Doppeladler seit 330 n.Chr. als religiöses Zeichen nachgewiesen, was nahe legt, dass er wohl über die christlich-orientalische Tradition in den Okzident gekommen ist. Die Christianisierung Armeniens erfolgte bereits um 301 n.Chr. durch Gregor dem Erleuchteten (ca. 240 – 331 n.Chr.). Armenien war der erste Christliche Staat überhaupt. Die Seldschuken (1040 – 1194 n.Chr.), eine Dynastie sunnitischer Muslime, führten ebenfalls den Doppeladler. Über diese Linie scheint auch die Darstellung im Embekka-Tempel gekommen zu sein. Bei dem Doppeladler der Seldschuken ist auffällig, dass er eine Art Halsband oder Ring um den Hals trägt. Dieses ist sowohl bei dem Doppeladler am seldschukischen Minarett in Konya, wie auch bei dem Doppeladler im Embekka-Tempel in Sri Lanka vorzufinden. Der Doppeladler in der Divrigi-Moschee weist hingegen dieses Merkmal nicht auf, was ebenfalls für eine christlich-armenische Herkunft spricht.


Der byzantinische Doppeladler und das Zarenreich


In der Zeit zwischen etwa 1200 und 1261 n.Chr. fand ein reger Austausch zwischen den byzantinischen Kaisern und den seldschukischen Sultanen statt. Hierbei kam es zu weitreichenden seldschukisch-byzantinischen Verbindungen unter den Adelsfamilien. Das byzantinische Reich entstand um das Jahr 395 n.Chr. durch die Teilung des Römischen Reiches. Das oströmische Reich wurde daraufhin zum byzantinischen Reich, das bis zur Eroberung durch die Osmanen im Jahr 1453 n.Chr. bestand. Der byzantinische Doppeladler ist historisch mit der Kaiserdynastie der Palaiologen verbunden. Die Familie der Palaiologen stellte fast 200 Jahre lang (1259 – 1453 n.Chr.) die byzantinischen Kaiser. Aus dem Jahre 1363 n.Chr. ist eine Ikone erhalten die den Schwiegersohn Johannes V. Palaiologos zeigt, der ein prächtiges Gewand mit in Kreisen abgebildeten Doppeladlern trägt. Die Verwendung des Doppeladlers als Herrschaftszeichen der byzantinischen Kaiser fällt in den Beginn der Regierungszeit Kaiser Andonikos II. Palaiologos (1282 – 1328 n.Chr.). Hinsichtlich der weit verbreiteten Deutung, das der Doppeladler mit seinen zwei Köpfen das weströmische und das oströmische Reich repräsentieren soll, gibt es keinen historischen Beleg. Sämtliche bekannte Aussagen über die Bedeutung des byzantinischen Doppeladlers stammen aus dem Westen und wurden nachträglich getroffen. Über die Abstammung des byzantinischen Doppeladlers kann man nur spekulieren. Da der Doppeladler bereits vor dem Auftauchen als byzantinisches Herrschaftszeichen bei den Palaiologen zu finden ist, wird er in der Literatur oft als Familienwappen interpretiert. Hierfür gibt es jedoch keinen stichhaltigen Beleg, da Familienwappen  im byzantinischen Reich in der Art wie es im Westen der Fall war überhaupt nicht im Gebrauch waren. Auch im Westen war der Doppeladler z.B. bereits als Reichsvikariatssiegel vorhanden, noch bevor er von den Kaisern angenommen wurde. Dies gilt z.B. für Kaiser Sigismund. Es gibt diesbezüglich einen ganzen Teil der völlig im Dunkeln liegt. Auch byzantinische Despoten wie die serbischen Könige trugen seit dem 13ten Jahrhundert den Doppeladler. Nach dem Untergang des byzantinischen Reiches wurde der Doppeladler zum Wahrzeichen des russischen Zarenreiches. Um das Jahr 1500 n.Chr. bezeichnete der Pskover Mönch Filofej Russland als drittes Rom. Das wurde als Anlass genommen um das Zarenreich als legitimen Nachfolger des byzantinischen Reiches zu interpretieren. Um dies plausibel zu machen wurde die Heirat des Moskauer Großfürsten Ivan III. mit der byzantinischen Kaisernichte Zoe im Jahr 1453 n.Chr. herangezogen. Tatsächlich übernahmen die russischen Großfürsten den Doppeladler nach der Aufnahme erster diplomatischer Kontakte mit den Habsburgern. Seit 1452 n.Chr. war das weströmische Kaisertum untrennbar mit dem Hause Habsburg verbunden. So stand der Doppeladler nicht nur für den Kaiser, sondern auch für das Haus Habsburg, dem der Kaiser angehörte. Zur Zeit Ivan III. war Friedrich III. aus dem Hause Habsburg Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Es kamen enge Verbindungen zwischen der deutschen Hanse, die ebenfalls den Doppeladler führte, und dem Zarenreich zustande. Indem Ivan III. sich den Zarentitel gab und den Doppeladler übernahm, stellte er sich mit dem Habsburger Kaiser auf eine Stufe.


Der Doppeladler in den Handwerkszünften


Es gibt zwei Zunftwappen in denen der Doppeladler auftaucht. Das eine, ist das Wappen der Buchdrucker. Dieses zeigt einen Doppeladler, der in den Fängen einen Winkelhaken und einen Tenaculum, einen Manuskripthalter, hält. Wie alle Handwerkszünfte hatten auch die Buchdrucker ihr Brauchtum. Die alte Form der Freisprechung der Druckerlehrlinge, war ein Frage- und Antwortspiel mit festgelegten Abläufen und vorgeschriebenem Wortwechsel. Bevor der Geselle in Deutschland in die Zunft aufgenommen werden konnte, musste er sich postulieren lassen, d.h., er hatte eine Reihe von zeremoniellen Bräuchen durchzustehen, die nach dem Vorbild der Prüfung der mittelalterlichen Scholare an den Universitäten entstanden waren. Die älteste gedruckte Überlieferung dieser Zunftbräuche stammt aus dem Jahr 1621 n.Chr. Das Wappen wurde der Zunft durch Kaiser Friedrich III. verliehen. Es heißt, dass er die Zunft der Buchdrucker dem Adel fast gleich stellte. Einige Zunftgenossen wurden sogar durch den Kaiser in den Adelsstand erhoben. Die Buchdrucker standen unter einem besonderen Schutz, der durch die Verleihung des Doppeladlers für jeden sichtbar wurde.


Das zweite Zunftwappen, das der Schuhmacher, trug nicht immer den Doppeladler. Der Legende nach ist der Doppeladler dem Altgesellen Hans Sagan zu verdanken. Es war im Jahr 1370 n.Chr., als  der Deutschritterorden in der Schlacht bei Rudau in Ostpreußen gegen eine überlegene Streitmacht der Litauer kämpfte. Die Ritter schienen zu verlieren. Doch durch die Tapferkeit des Schuhmachers wendete sich das Blatt und die Schlacht wurde gewonnen. Als besonderen Verdienst wurde Hans Sagan von Kaiser Karl IV. in den Adelsstand erhoben und verlieh dem deutschen Schuhmacherhandwerk das Recht, für ewige Zeiten den Kaiserlichen Doppeladler als Wappen und Siegel zu führen.


Der Fortbestand in der Alchemie


Während sich der Doppeladler in der gewöhnlichen Gesellschaft als Zeichen für Reich und Kaiser verfestigt hat, entwickelte sich unabhängig davon eine vertiefendere Geheimlehre. Das Buch der Heiligen Dreifaltigkeit lieferte nach wie vor die Grundlage für die alchemistische Philosophie. So übertrug Jacob Böhme auf seine Darstellung der Sophia (Von der Gnadenwahl, 1623 n.Chr.) das Prinzip der Maria, ganz im Sinne des Buches der Heiligen Dreifaltigkeit. In der Alchemie wurde die Dreifaltigkeit zur mystischen Dreiheit von Körper, Geist und Seele. Die vier Evangelisten versinnbildlichten die vier Elemente. In den sieben Wundmalen Jesu sah man nun die sieben Metalle und Planeten mit all ihren Qualitäten. Das Doppeladler-Wappen des Buches der Heiligen Dreifaltigkeit wurde noch von seinem Verfasser als Geist des Spiegels der Heiligen Dreiheit bezeichnet. Der schwarze Adler wird in diesem Kontext als die alchemistische Putrefactio (lat. = Fäulnis, Verwesung, Gärung) gedeutet, wobei die beiden Köpfe auf den doppelten Aspekt der leiblichen Existenz hindeuten. Als einer der Schutzpatrone der Alchemisten gilt Johannes von Patmos, der nun auch mit dem Adler identifiziert wird. In dem alchemistischen Werk Pandora (1582) erklärt der Alchemist Hieronymus Reussner, dass der weiße Adler der Vogel des Hermes ist, und von Hermes selbst, womit der mythische Hermes Trismegistos gemeint ist, dass dieser der Vater der Alchemie sei. Er greift auch den zweiköpfigen Christus-Adler mit den beiden Johannis-Gestalten auf, sowie die Marienkrönung und eine weitere Darstellung, in der sich das Wasser des Lebens aus den sieben Planeten in und durch den Doppeladler ergießt. Der Doppeladler nimmt hier eine zentrale Rolle im alchemistischen Prozess ein.


Der Alchemist Franciscus Epimetheus bezeichnet 1727 n.Chr. den Doppeladler als philosophischen Adler. Aus den Schriften der Gold- und Rosenkreuzer geht hervor, dass auch sie sich mit dem Buch der Heiligen Dreifaltigkeit beschäftigten. In den Jahren 1785 bis 1788 n.Chr. entstand das Buch Geheime Figuren der Rosenkreuzer, aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert. Es ist ein alchemistisch-philosophisches Lehrbuch der Gold- und Rosenkreuzer, eines Ordens, der sich in der Mitte des 18ten Jahrhunderts mit der Freimaurerei verband. Auch in diesem Buch erscheint der Doppeladler, und auch hier tritt er ergänzend zum Text auf. Er ist auch im hermetischen Siegel der Tabula Smaragdina zu finden. Wenn man sich die alten Rituale der Kaiser von Osten und Westen (Francken Manuscript) anschaut, oder auch die älteren Rituale des Alten und Angenommenen Schottischen Ritus, so sind sie voll mit hermetischen, kabbalistischen und alchemistischen Bezügen. Daher können wir wohl annehmen, dass der Doppeladler der schottischen Freimaurerei auch genau dort seinen Ursprung hat.